Zeit für Curry

Süßkartoffel-Kürbis Curry mit Roti

Roti ist ein indisches Fladenbrot, wie ich vor kurzem von meinem Mitarbeiter gelernt habe. Am besten schmeckt es noch warm mit Ghee (geklärte Butter) bestrichen. Ghee ist ein großer Bestandteil der indischen Küche und eigentlich nichts anderes als Butterreinfett. Es gilt jedoch als besser verdaulich und stoffwechselanregend. Außerdem ist es reich an ungesättigte Fettsäuren und lässt sich gut erhitzen- ein wahres Superfood also.

 Rezept:

(ungefähr 4 Port.)

Curry:

1/2 Kürbis

1 Süßkartoffel

3 kl. Schalotten

1  daumengroßes Stk. Ingwer

4 Knoblauchzehen

1 kleines Stück Kurkuma (oder 1/2 TL Pulver)

1-2 TL Currypulver/Paste

Salz

1/2 TL Honig

Chili nach Belieben

Ghee oder Pflanzenöl zum braten

1 Dose Kokosmilch

800 ml Gemüsebrühe

Salz

1/2 TL Honig

opt. frischer Koriander zum garnieren

Fladenbrot (Roti):

100 gr Weizenmehl

100 gr Vollkornweizenmehl

1 TL Salz

1 EL Pflanzenöl o. Ghee geschmolzen

lauwarmes Wasser 

 

- für das Curry Kürbis und Kartoffel schälen, in mundgerechte Stücke schneiden

- Knoblauch, Schalotten und Ingwer klein schneiden

- Kurkuma reiben

- Knoblauch, Schalotten, Ingwer, Kurkuma und Gewürze in etwas Öl/Ghee 5 min anschwitzen

- Kürbis und Kartoffel dazugeben, mitschwitzen

- mit Kokosmilch und Brühe ablöschen und köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist und die Flüssigkeit etwas einreduziert ist (etwa 10 min)

 

- in der Zwischenzeit das Mehl mit Öl und Salz vermischen und soviel Wasser dazugeben, dass ein geschmeidiger, aber nicht klebriger Teig entsteht

- sollte er zu klebrig werden, einfach mehr Mehl hinzufügen

- den Teig etwa 5 Minuten kneten und 10 min ruhen lassen

- eine große, flache Pfanne auf höchster Stufe erhitzen

- den Teig in 4-5 gleich große Kugeln formen und auf einer leicht bemehlten Fläche sehr dünn ausrollen (ca. 15 cm Durchmesser)

- den Fladen in die heiße Pfanne legen, warten bis er Blasen wirft, dann wenden und mit den Fingerspitzen wie eine Scheibe leicht drehen bis auch die andere Seite braun ist

- die Pfanne muss wirklich heiß sein, damit die Roti luftig werden, das Ausbacken geht ziemlich schnell

- die fertigen Fladen bis zum Servieren mit einem sauberen Tuch abdecken, damit sie nicht austrocknen

- am besten noch warm mit dem Curry servieren

Arbeitsschritte Roti

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New-York

Essen in New York

Die Essenszene in New York ist anders. Es ist dunkel, meist viel zu laut und viel zu kalt in den Restaurants. Gegessen wird schnell, denn der nächste Tisch wartet bereits. Und der Hauptteil wird sowieso to-go verzehrt. Essen ist keine Sache für die sich die Newyorker viel Zeit nehmen und doch ist die kulinarische Vielfalt nicht zu kurz gekommen. In New York gibt es nämlich so ziemlich alles.
An unserem Ankunftstag, jetlagged und übermüdet, hat uns das Bocce den Abend gerettet. Direkt am Union Square gelegen in einem offenen Sandsteingebäude, gibt es frische Steinofenpizzen, Salate und super fluffiges Brot. Wie beim Tapas essen werden alle Speisen wahllos auf den Tisch gestellt und es wird geteilt. Dieses Konzept ist im übrigen in vielen Restaurants New Yorks so. Im Bocce hat es uns so gut gefallen, dass wir am letzten Abend nochmal dort waren. 
Der Streetfoodmarket Smorgasburg liegt in Brooklyn direkt am Wasser mit Blick auf Manhattan. Es ist ein Junkfood Paradies. Von Ramenburger, über Pulled Pork, frittierten Keksteig und Spaghetti-Donuts. Dort findet man alle neusten Essenstrends. Streetfood verkörpert schnelles, einfaches Essen. Der Hauptteil wird auf umfunktionierten Regenrinnen oder Ölfässern zubereitet- leicht und lecker. Mein Vater hat sich sofort auf die Hühnerherzspieße gestürzt, ich wählte einen veganen Bürger mit Guakamole, gerösteter Aubergine.
Auch in Brooklyn anzutreffen ist die Milk Bar- eine Pattisserie/ Bäckerei, von der so ziemlich alle New Yorker grade ihre Geburtstsagstorten bestellen. Berühmt als ,,Happy Mistakes“ kreiert Christina Tosi Dinge wie Kornflakesmilch-Eis (aus der Milch von Cornflakes), Crack-Pie (ein undefinierbarer, klebrig, süßer Pie), Torten ohne Glasur oder den Compost Cookie (Abfall-Keks), welcher aus Chips, Marshmellos, Schokolade und Brezeln besteht. Tosi‘s Idee hinter den Torten ohne Glasur ist einfach: Die Füllung ist das beste, warum sollte man eine überflüssige Glasur draufmachen?
Der Chelsea Market ist im Meatpacking District New Yorks. In der alten Halle einer Keksfabrik gibt es verschiedene Restaurants und Essenstände. Auch Seed and Mill ist dort anzutreffen,ein kleines Unternehmen, das aus Sesam frisches Tahini und super leckeres Halva macht. Halva ist ein Dessert aus Jerusalem, bei dem Tahini und Zucker solange gerührt werden, bis eine krokantartige Konsistenz entsteht. Und wer es feiner mag, kann an der riesigen Austernbar, verschiedene Austern schlürfen oder Hummer essen.    
 Die ABC-Kitchen gibt es sowohl in der veganen/vegetarischen als auch in der newyorker Version. Der Schwerpunkt liegt auf frischen Zutaten vom Markt und einer leicht französisch angehauchten Küche. Die Gerichte sind puristisch und gerade deswegen so genial. Geröstetes Gemüse mit Rhabarber und Ricottacreme, Maishähnchen in Bierteig mit frischen Spinat und Zitronenbutter oder Hummer frischen Kräutern gedämpft. Und als krönender Abschluss ein salziges Karamelleis mit Kramellpopcorn, Karamellschokoladensauce und Sahne.

Im Candle 97 lässt man sich mit organischen, herben Cocktails und mexikanischen, veganen Speisen verwöhnen. Ob Plantain Chips, Guakamole und Bohnen, oder geröstete Brote mit gebratenen Pilzen, Mandeljoghurt und Kräutern, alle Gerichte waren der Hammer. Und sogar mein Vater und mein Bruder (vehemente Fleischesser) waren begeistert. Natürlich war ich hin und weg von dem Dessert, das aus einer Bananen-Erdnusscreme, gerösteter Kokosnuss und Schokolade bestand. 

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Von Shanghai über Nanjing und Guangzhou

Mein Trip nach China

10 Tage war ich mit Roland Birr in China unterwegs. Roland ist internationaler Oenologe und beruflich regelmäßig in China. Er hat eine Leidenschaft zum chinesischen Essen sowie der Kultur. Sei es ein privates Essen mit Chinesen, eine versteckte Bar für japanische Destillate, die beste Nudelsuppe der Stadt oder ein Restaurant mit lebendiger Speisekarte, wir haben viel erlebt.

Überall gibt es Essen und überall wird gegessen. In den Suppenküchen werden vor deinen Augen Dim Sum gefüllt und Nudeln gedreht, in den Restaurants suchst du dir den Fisch lebendig aus, der dir anschließend serviert wird. Essen heißt Teilen und die Gesellschaft anderer. Ganz China ist durch acht verschiedene Küchen geprägt und trotz der vielen Futterei war es unmöglich alle zu erkunden.  

Szechuan: ist vor allem durch ma (szechuan pfeffer) und la (Chili) bestimmt, also mala. Der Szechuan Pfeffer ist eigentlich eine Beere und erzeugt ein Kribbeln und eine leichte Taubheit auf der Zunge. Zusammen mit dem Chili wird das eine feurige Geschmacksexplosion im Mund. Typisch für die Szechuan Küche ist der ,,Hot Pot“, eine Art Fondue. Hierbei wird der „Pot“ in der Form von Jin und Jang in eine mala Brühe und eine milde Brühe aufgeteilt. Dazu gibt es verschiedene Saucen und Öle, wie zb. Chiliöl mit Knoblauch, Sesamöl oder Erdnusssauce. Und reingeworfen wird alles. Also wirklich alles, ob Entenfüße, verschiedene Tofu, Schweinehirn, Pilze, diverse Gemüse, gestocktes Entenblut oder Schweinekehle. 

Yunnan: Gegessen wird, was auf dem Boden lebt, diverse Wurzeln, Pilze und Blumen, aber auch Maden, Larven und Frösche. Frösche haben ein zartes, weißes Fleisch und sind echt schmackhaft. Auch wenn die Serviermethode gewöhnungsbedürftig ist. Man zieht meist einen ganzen Frosch aus dem Topf. Vielmehr haben mich jedoch die mit Chiliöl frittierten Maden überrascht, die super knusprig und so gar nicht unappetitlich waren. In der Yunnan Küche finden sich leicht thailändische Einflüsse wieder, wie zum Beispiel Thaibasilikum, verschiedene Chilischoten, Salate aus Minze und grüner Papaya.

Generell haben Gemüsegerichte einen hohen Stellenwert in der chinesischen Esskultur. Wir in den Genuss von Lotuswurzeln, Okrabohnen, bitterer Melone, verschiedene Blüten und Eukaliptuswurzeln gekommen.

Hunan: Ingwer und Knoblauch sind das Gold und Elfenbein, also der Grundbaustein, der chinesischen Küche. Diese beiden Zutaten lassen sich in fast jedem Gericht wiederfinden. Erst danach folgen die charakteristischen Elemente jeder Region.  Bei der Hunan-Küche liegt der Schwerpunkt auf Chili und Kreuzkümmel.  Verschiedenste frische Chilischoten werden verwendet und erzeugen eine spannendes Aroma in den Gerichten. Das Lieblingsgericht des großen, chinesischen Kommunistenführer Mao Tse Tung ist ein typisches Gericht für die Hunan-Region. Es heißt Zhou Rou Lajiao und besteht aus gebratenen Schweinefleisch, eine grünen Chilipaprika, Edamame und roten Chilischoten. 

Gedämpfter Frosch
Gedämpfter Frosch

Shanghainese: Ist milder und hat wenig Schärfe. Hierbei sind Frühlingszwiebeln, Ingwer und Soja charakteristisch. Im älteren Viertel Shanghais gibt es ein Restaurant, das nur ein Gericht serviert. Hühner werden gekocht und anschließend in Eiswasser gelegt. Dadurch ist das Fleisch zart und die Haut bekommt eine gelbe Farbe. Das Huhn wird mit Sojasauce serviert. Natürlich gab es da auch Hühnerfüße. Roland liebt sie. Mein Fall ist es nicht, da die Konsistenz ziemlich knorpelig ist. Ärgerlich, denn in China sind die Körperteile, die sich viel bewegen (Füße, Ohren, Schwänze, etc.), die wertvollsten. Sie sind voller Energie und geben diese an den Menschen weiter.

Die Zutaten der chinesischen Küche klingen zunächst etwas abschreckend. Ich hatte jedoch kein einziges Mal das Gefühl mich vor dem Essen ekeln zu müssen. Alles wird mit frischen Kräutern und Gewürzen zubereitet, gedämpft oder scharf angebraten und sehr appetitlich serviert. Die vielen verschiedenen Variationen von Gemüse und Tofu in China sind der Hammer. Stinketofu und sämtliche Art an Füßen kommen zwar nicht zu meinen Favoriten, aber alles andere war super lecker und jede Erfahrung wert.
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Erdnusssüchtig

Peanutbutter Cookies

Ich bin ein sehr großer Fan von Erdnüssen, egal ob süß, herzhaft. Diese Kekse haben eine krosse Schale und einen weichen Kern. Sie erfüllen einfachalle Kriterien eines super leckeren Cookies. Ihr könnt das Rezept beliebig mit Schokoladendrops, Karamellstückchen, anderen Nüssen oder einer Schokoladenglasur abwandeln.
Rezept:
(macht ein Blech Kekse)
Zutaten:
100 gr Butter
115 gr Erdnusbutter
180 gr Zucker

1 Ei
1 Vanilleschote

140 gr Mehl
1 Pr. Meersalz
1/2 TL Natron
1/4 TL Backpulver

100 gr Erdnüsse

Anleitung:
Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Butter, Nussbutter und Zucker schaumig schlagen. Ei und Vanille unterrühren. Alle trockenen Zutaten bis auf die Erdnüsse  mischen und unter die Eimasse heben. Nur ganz kurz verrühren! Die Nüsse dazugeben. Bälle formen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und flach drücken. Lasst genug Abstand, die Kekse breiten sich aus. 12-15 Minuten backen. Sehr lecker schmecken sie mit dunkler Kuvertüre besprenkelt.
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Es wird schokoladig

Super saftiger Schokoladenkuchen

Dieser Kuchen ist der Lieblingskuchen meines Opas. Er ist super leicht und gelingt einfach immer. Am besten finde ich ihn noch warm aus dem Ofen mit Vanillesahne und frischen Beeren.
Rezept:
(für eine kleine Springform ca. 20cm Durchmesser)
Zutaten:
160 gr Zucker
16 gr Vanillezucker (1Pck.)
120 gr Butter
100 gr Zartbitterkuvertüre
125 ml Wasser
1 EL Schmand
10 gr Kakaopulver

1 Ei

125 gr Mehl
1 TL Backpulver
1 Pr. Salz

Anweisung:
Den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten bis auf Mehl, Backpulver und das Ei in einem kleinen Topf zum schmelzen bringen. 10 Minuten abkühlen lassen. Mehl, Backpulver und Salz mischen. Das Ei bei höchster Stufe in die Schokoladenmasse rühren. Löffelweise die Mehlmischung einrühren. In eine gefettete Form geben und 40 Minuten backen. Bei dieser Backzeit ist die Mitte schön saftig. Wollt ihr den Kuchen klitschiger in der Mitte, lasst ihn 5 Minuten kürzer drin, wollt ihr ihn fester, dann gibt ihm 5 Minuten länger.

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Bananenbrot

Bananenbrot ohne Ei

Zum Frühstück, als Nachtisch oder Snack für zwischendurch. Bananenbrot geht immer. Mit Nüssen ist es mein Favorit. Ihr könnte es aber auch ohne Nüsse oder mit einer Hand voll gehackter Kuvertüre machen. Nehmt ihr pflanzliche Milch, ist das Rezept vegan. Bananenbrot ist zudem ein sehr guter Resteverwerter, wenn die Bananen mal wieder zu braun geworden sind. Mit überreifen Bananen schmeckt es nämlich am besten!
Rezept:
(macht eine Kastenform)
Zutaten:

250 gr Mehl
1/2 TL Backpulver
1 TL Natron
1/2 TL Zimt
1 Pr. Salz
150 gr gehackte Nüsse (Pecan, Macadamia, Mandeln, Haselnüsse, Cashewkerne, Walnüsse)

300 gr Banane (3 Stk.)
80 gr Milch (opt. pflanzlich)
80 gr Kokosöl oder Pflanzenöl
2 TL Weizengrieß
120 gr Ahornsirup oder Honig
1 TL weißer, milder Essig

Anleitung:
Den Ofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Zunächst alle trockenen Zutaten in einer Schale mischen. Eine Kastenform einfetten. Bananen, Milch, Öl, Grieß, Sirup und Essig in einen Mixer geben, oder mit dem Handrührer kurz verrühren. Die Bananen sollten leicht stückig sein. Die trockene Masse mit einem Spartel unter die feuchte heben. Nur sehr kurz verrühren! Dann geht das Backpulver am besten auf. Die Masse in die Kastenform geben und 50-55 Minuten backen. Am Ende eine Stäbchenprobe machen. Bleibt noch etwas Teig hängen, das Brot nochmals 5 Minuten weiterbacken. Im Kühlschrank aufbewahrt, bleibt es am längsten saftig. 
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Breakfastgoals

Porridge, Honey-Granola, Overnight-Oats und Toppings

Anhand der Dichte an Frückstücksbildern auf meiner Seite erkennt man wahrscheinlich, was einer meiner liebsten Mahlzeiten ist. Aber so ein cremiger Porridge mit weißer Schokolade und heißen Beeren ist für mich einfach wie ein Dessert zum Frühstück. Und das hält sogar lange satt und ist gesund. Besser geht es eigentlich gar nicht. Da ich zu den Bildern oftmals keine Rezepte poste, fasse ich hier einmal alle Grundrezepte zusammen.

Die Varianten

Grundrezept Porridge
(für 1 Port.)
Zutaten:
40 gr feine Haferflocken
200 ml Milch (pflanzlich oder normal)
1 TL Ahornsirup oder Honig
Anleitung:
Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben, einmal aufkochen lassen und dann unter rühren ein paar Minuten köcheln lassen bis die Masse dickflüssig und cremig ist. Vom Herd nehmen und beliebig garnieren.
Tipp: Vor dem Kochen eine klein geschnittene Banane dazugeben. Sie entwickelt eine angenehme Süße und Textur.
Grundrezept Overnightoats
(für 1 Port.)
Zutaten:
60 gr feine Haferflocken
1 EL Chiasamen
120 ml Milch (pflanzlich oder normal)
1-2 EL Joghurt
1 TL Ahornsirup oder Honig
Anleitung:
Alle Zutaten mischen und dann 6 Stunden (besser über Nacht) ziehen lassen. Mit Früchten, Nüssen, etc. ausgarnieren, genießen.
Honig-Knuspermüsli
(für 5-6 Port.)
Zutaten:
500 gr feine Haferflocken
1 Pr. Meersalz
4 EL Honig
2 EL Pflanzenöl
Opt. 1 Hand Datteln, Nüsse
Anleitung:
Den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle Zutaten gründlich vermischen. Solltet ihr Datteln nehmen, diese klein schneiden und zur Seite legen. Dann auf ein Backblech geben und 35 min backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal durchrühren. Das Müsli komplett abkühlen lassen (hier wird es erst knusprig), die Datteln dazugeben und in einem luftdichten Behälter aufbewahren.
Tipp: Das Rezept könnt ihr beliebig mit anderen Trockenfrüchten und Nüssen ergänzen. Kokosraspeln eigenen sich auch hervorragend. Bei Veränderungen müssen Honig und Öl angepasst werden, sonst wird das Müsli nicht knusprig.

Die Toppings

Apfelmus
(1 Glas)
Zutaten
4 Äpfel
1-2 EL Ahornsirup oder Honig
1/2 TL Zimt
Anleitung:
Die Äpfel schälen, entkernen und klein schneiden. Mit den anderen Zutaten in einen Topf geben und bei niedriger Temperatur solange köcheln lassen (dabei umrühren), bis sie zerfallen und sich mit einem Löffel zerdrücken lassen. Entweder nun die Äpfel zu einer glatten Masse pürieren oder grob mit einer Gabel zerdrücken. Das Mus heiß in ein sauberes Glas füllen, dieses sofort verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Ihr könnt die Masse auch abkühlen lassen und in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Im Glas hält sie sich jedoch länger. 
Heiße Beeren
(1 Port.)
Zutaten:
1 Becher tiefgefrorene Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren)
1 EL Ahornsirup oder Honig
Anleitung:
Zutaten in einen kleinen Topf geben, bei mittlerer Stufe köcheln, bis die Beeren leicht matschig sind und der Ahornsirup karamellisiert ist. Sofort auf den Porridge oder die Overnight-Oats geben.
Tipp: Die Beeren schmecken auch sehr gut zu Pfannekuchen.
Nussbutter
Zutaten:
(1 Glas)
3 gute Hand voll beliebiger Nüsse (mein Favorit sind Erdnüsse -eigentlich keine Nuss, sondern Hülsenfrucht- oder Mandeln)
1 Pr. Meersalz
leistungsstarker Mixer
Anleitung:
Die Nüsse 7-8 Minuten bei 180 Grad Ober-Unterhitze im Ofen rösten. Sind sie abgekühlt, mit dem Salz solange im Mixer mixen, bis eine glatte cremige Masse entsteht. Das erfordert etwas Geduld. Zwischendurch die Masse mit dem Spartel runterschieben. In einem Glas im Kühlschrank lagern.
Tip: Damit das Mus richtig cremig wird, braucht ihr einen wirklich starken Mixer. Ansonsten kauft lieber fertiges. Dabei sollte man aber auf die Inhaltsstoffe achten. Oft sind fremde Fette und viel Zucker zugesetzt.

Pancakesunday

Pfannekuchen ohne Ei

Wenn mal keine Eier da sind, aber die Lust auf Pfannekuchen? Dieses Rezept funktioniert auch ohne. 
Rezept:
(für 2 Pers.)
Zutaten:
300 gr Mehl
50 gr feine Haferflocken
400 ml Milch
30 gr weiche Butter oder Öl, etwas extra zum Anbraten
1 El Honig oder Ahornsirup
1 Pr. Salz
1 Tl Backpulver
2 Hand gefrorene Himbeeren oder 2 geschälte Äpfel in Spalten geschnitten
2 El Ahornsirup (oder Zucker)

Anleitung:
Alle Zutaten gründlich verrühren, eine Pfanne vorheizen, die Butter darin zergehen lassen und Pfannekuchen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten 3-4 min ausbacken. Inzwischen den Ahornsirup in einem Topf kurz erhitzen, das Obst dazugeben und karamellisieren lassen. Noch warm auf die Kuchen geben.
Tipp: Mit pflanzlicher Milch und Öl ist dieses Rezept vegan.
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Wie bei Mama

Bettelmann aus dem Elsass

Dieser Gericht erinnert mich stets an meine Kindheit. Aus altem Brot, Eiern, Kirschen und Zimt entsteht ein süßer Auflauf, der leicht zuzubereiten ist.
Rezept:
(macht eine Auflaufform)
Zutaten:
6 Milchbrötchen oder 1 kleiner Rosinenstuten
1/2 l heiße Milch
4 Eier 
250 gr Zucker
1 Tl Zimt
1 Glas Kirschen (man kann auch 3-4 frische Äpfel, geschält und in Spalten geschnitten nehmen)

Anleitung:
Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot in der heißen Milch einweichen und zerdrücken. Zimt und 50 gr des Zucker beiseite stellen, die restlichen Zutaten zu der Milchmischung geben und gut verrühren. In eine gefettete Auflaufform geben, mit Zimt und Zucker bestreuen und 30-40 Minuten backen. Noch warm servieren.
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Mugcakelove

Mugcake

Wer wünscht sich nicht Kuchen zum Frühstück? Auf der Basis von feinen Haferflocken und Joghurt kann man dieses Rezept beliebig mit Schokolade, Früchten und Gewürzen abwandeln.
Rezept:
(macht eine Tasse)
Zutaten:
50 gr feine Haferflocken
1 Ei
1 Banane (reif)
3-4 El Joghurt
1/2 Tl Backpulver
Vanille
1 Pr. Salz
1 Tl Ahornsirup oder Zucker
Opt.: 1 Hand Beeren zum dekorieren

Zubereitung:
Alle Zutaten mischen. Die Banane zerdrückt dazugeben. In eine Tasse füllen und 3 min in bei 800 Watt in die Mikrowelle geben. Sofort auf einen Teller stürzen und mit gefrorenen Beeren, Joghurt und Ahornsirup garnieren.

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Everyday Brownies

Die perfekten Brownies

Dass ich diese Brownies immer noch sehen kann, muss wohl für sie sprechen. Allein Weihnachten musste ich sieben Bleche backen und Silvester noch einmal vier Stück. Das macht elf Bleche in einer Woche. Aber nach wie vor sind sie einfach lecker. Das Geheimnis ist viel Butter und eine luftig aufgeschlagene Eimasse. 
Rezept:
(für ein Backblech)
-500 gr Butter
-200 gr Zartbitterkuvertüre
-7Eier
-500 gr Rohrzucker
-45 gr Vanillezucker
-200 gr Mehl
-200 gr gehackte Walnüsse

Anleitung:
Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Butter in Würfel schneiden und mit der Kuvertüre auf einem Wasserbad schmelzen. Währenddessen die Walnüsse grob hacken. Die Eier, Vanille- und Rohrzucker mit einem Rührgerät auf höchster Stufe sieben Minuten (wichtig) schaumig schlagen. Die leicht abgekühlte Schokoladenmasse zur Eimasse geben und verrühren. Anschließend das Mehl und die Walnüsse unterheben. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen und ca. 25 Minuten backen. Gekühlt lässt sich der Brownie besser schneiden und hält sich im Kühlschrank mindestens 1 Woche.
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Do it yourself

Mandelmus

Mandelmus ist vielseitig einsetzbar. Sowohl in süßen, als auch in herzhaften Gerichten sorgt es für zusätzliche Cremigkeit. Sahne und Butter lässt sich dadurch pflanzlich ersetzen. Probiert es doch einfach mal aus und nehmt bei der nächsten Sauce für eure Pasta etwas Mandelmus und Nudelwasser als Grundbasis anstatt Sahne. Achtung das Mandelmus dickt nach, deswegen sollte man sparsam damit umgehen. Mandelmus besteht lediglich aus gemahlenen Mandeln. Hat man einen leistungsstarken Mixer, lässt es sich also ganz einfach selbst machen.


Rezept:

250 gr balancierte Mandeln

2 kleine Schraubgläser

1 große Pfanne

1 leistungstarker Mixer

 

Anleitung:

-die Mandeln bei niedriger Hitze in der Pfanne farblos rösten-> Achtung! sie werden schnell dunkel

-fangen die Mandeln an zu duften, nimm die Pfanne vom Herd und lass die Nüsse abkühlen

- nun müssen sie nur noch gemixt werden

- zwischendurch die Masse immer wieder nach unten schieben

-das Öl tritt aus und es entsteht ein Mus

-umso länger man mixt, umso feiner wird es

- in einem verschlossenen Glas hält sich das Mus mind. 3 Wochen

 

Methode:

-du kannst andere Nüsse nehmen oder verschiedene Nüsse mischen

-mit Kakaopulver und etwas Rohr- oder Kokosblütenzucker kannst du das Mus in einen süßen Aufstrich verwandeln

 

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Ein Jahr in der Gastronomie

Spanien, Tirol, Portugal, Asien, Schweiz, Italien. Wir haben uns durch diverse Länder gekocht. Sei es ein Champagner-Menü, das 30-jährige Jubiläum unseres Küchenchefs oder ein euroasiatischer Abend. Ohne Pause haben wir sowohl Weihnachten,als auch Silvester bewältigt. 2017 war von allem was dabei. 

Wie so oft ist der Sommer in Deutschland mehr schlecht als recht. Durch eisgekühlte Gazpacho, Paella mit Meeresfrüchten, Tapasplatten und fruchtigen Melonensalat mit Malaga-Eis, haben wir uns die Sonne in die Küche geholt.

Mit passenden Weinen ging es einmal durch Portugal. Viel Rotwein, wenig Weißwein und kräftige Gerichte. Es gab Ragout von Bacalhau (Stockfisch) mit schwarzen Oliven, Risotto mit Entenfleisch und Chorizo und Iberico-Schweinerücken mit Muscheln. Die Sardinen haben wir mit vielen frischen Kräutern eingelegt. Vier Bleche Tortilla später, war ich nach wie vor von Eierspeisen nicht überzeugt. Das Mandelküchlein mit einem cremigen Portweines auf Butterbasis, habe ich dafür umso lieber gemacht.

Und was ist das Geheimnis an einem perfekten Kaiserschmarren? Sind es die saftigen Rumrosinen? Die zerlassene Butter? Der fluffige Eischnee, der unter den Teig gezogen wird? Oder doch die Kombination aus karamellisiertem Rohrzucker und Puderzucker? Bei dem tirolerischen Menü aus einem Dreierlei vom Saibling, Tirtln (frittierte Ravioli), Topfennocken und weiteren Klassikern, durfte ich mich an meinem ersten Kaiserschmarren probieren, mit Zwetschgen und Marilleneis, mmmh.. 

Zehn Jahre war unser stellvertretender Küchenchef Roman unterwegs und hat in verschiedenen Sterneküchen gearbeitet. Seine Reise ging von Spanien, über die USA, Singapur und Neuseeland. Von ihm kreiert, ist ein spannendes, euroasiatisches Menü zustande gekommen. Ich durfte meine ersten Maki (Sushi) mit Quinoa und Gurke rollen, es wurden Eier pochiert, Soja Dressings und Sweet-Sour Saucen gemacht, Gemüse eingelegt, Tapioka gewaschen und vieles mehr. Für das Mandarinenpüree wurden die Mandarinen zehnmal von neuem aufgekocht und anschließend mit der Schale püriert.

Tapioka sind kleine stärkehaltige Perlen, die aus den Wurzeln eines Baumes (Maniokbaum) gemacht werden. Sie werden vor allem im asiatischen Raum zum Andicken von Suppen und Saucen benutzt und erzeugen durch ihre Form eine perlenähnliche Konsistenz.

Durch Kombu, einem Seetang, und Thunfisch kochte Roman eine geräucherte Butter. Vor allem durch die Algen bekam diese ihr Raucharoma.

Generell wurden bei der Entstehung des Menüs wenig Milchprodukte und dafür umso mehr Sojasaucen, Essige, Zucker und Gewürze verwendet. Jedes Gericht war ein neues Geschmackserlebnis.

Bei der Kreation des Silvestermenüs lag der Schwerpunkt auf Wintergemüsen. Also her mit verschiedenen Rüben, Kohlsorten und Zitrusfrüchten. Verfeinert würde das Ganze mit Hummer, Kaviar und Trüffel. Um Mitternacht durften die Berliner nicht fehlen.

Noch mehr Veranstaltungen und eine ständig wechselnde Karte geben der Langeweile keine Chance.  Wie wäre es mit einem Eis aus Erbsen oder Kaviar aus Schokolade? Ich durfte reichlich experimentieren. Nicht zu vergessen die Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten, die uns auf Trab hielten. Auf ins neue Jahr und somit auf einen neuen Posten. Von nun an werde ich alle warmen Beilagen von Gemüse, über Ravioli und Risotti machen. 
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Mallorca

Viel mehr als eine beliebte Urlaubsinsel

Für die meisten bedeutet es Ballermann, Alkohol, Party, Überfülltheit, aber etwas abseits der Touristeszene zeigt die Insel Mallorca ihre wahre Schönheit. Mandel-und Olivenbäume soweit das Auge reicht. Am Anfang des Jahres ist die ganze Insel in ein weißes Blütenmeer getaucht durch die Mandelblüte. Ende August lassen sich die Kerne aus den bereits auf gesprungenen Kapseln problemlos lösen. Die reifen rot-orangenen Kaktusfeigen, sollte man dagegen lieber mit Handschuhen anfassen. Die Stachel sind unscheinbar aber tückisch. Morgens hört man das Blöken vereinzelter Schafe, das Grunzen eines Schweines. Die Einwohner lassen ihren Tieren viel Platz und legen Wert darauf Wurst, Käse und andere tierische Erzeugnisse lediglich von ihren Tieren zu produzieren. Der Geschmack ist überzeugend, ob eine würzige Chorizo, ein cremiger Ziegenkäse, oder aromatischer Schafskäse im Kräutermantel.

Gerade die Mandelbäume sind faszienierend, leicht zu ernten, aber umso schwerer zu knacken, da sie anhand ihrer Form nicht in herkömmliche Nussknacker passen. Überzeugend ist jedoch vor allem das süßlich, milde Aroma, das man mit keiner gekauften Mandel vergleichen kann. Was darf es also sein? Milch, Kuchen, als Mus oder doch lieber pur? Ich nehme alles.

Die Kaktusfeigen haben ein orangenes Fruchtfleisch, das wie ein Mix aus Papaya, Drachenfrucht und Erdbeere schmeckt. Hört sich wild an, ist jedoch sehr lecker. Als Marmelade mal eine nette Abwechslung zur herkömmlichen Erdbeere oder Himbeere.

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Der Sprung in die Gastronomie

Die Kochlehre

Ich werde Köchin. Mittlerweile bin ich 4 1/2 Monate im Tomatissimo in Kirchdornberg. Mein Entschluss dazu war ziemlich spontan. Nach dem Abitur wollte ich studieren. Aber was für ein Studiengang? Ich denke das Problem kennt so mancher. Während eines Praktikums in Münster haben sie mich aus der Küche gar nicht mehr rausbekommen. Also warum nicht ,,einfach" Köchin werden? Nach der Probearbeit in zwei Sterneläden (Victorian/Düsseldorf; Rutz/Berlin) war ich mir dem Ganzen nicht sicher. 13/14-stundentage und die einzige Pause ist ein kurzes Personalessen. Dazu dauernd die Frage: ,,Hast du dir das auch gut überlegt? Lehrjahre sind keine Herrenjahre". Da war jedoch noch ein Restaurant in meiner Heimatstadt. Eine Woche Probearbeiten und ich war total zufrieden. Ich durfte vieles selber machen, das Team war nett und die Arbeitszeiten etwas humaner, als in der Sterneküche. Also unterschrieb ich den Vertrag und bin nun ein festes Mitglied in der Küchencrew vom Tomatissimo.

Die Küche ist klassisch in vier Posten aufgeteilt. Der Gardemanger ist für kalte Gerichte wie Vorspeisen und Salate zuständig, der Entremetier macht die warmen Beilagen, also hauptsächlich Gemüse, Nudeln, Reis, Aufläufe, etc., der Saucier bereitet Saucen und Fleisch/ Fisch zu und zu guter letzt der Patissier, welcher Kuchen/ Brot backt und alle Desserts macht. In der Lehre durchläuft man jeden Posten einmal. Alles fängt mit dem Gardemanger an. Die kalten Speisen kann man gut vorbereiten und muss sie abends anrichten. Das ist etwas leichter, weil nichts ala minute gebraten und gekocht wird. Ich bin außerdem für die Patisserie zuständig. 

Ein normaler Tag sieht so aus. Wir fangen um 13/14:00 Uhr an, verräumen zunächst die frisch gelieferte Ware und bauen unsere Posten auf. Dann startet die Produktion für das Mise en Place (Vorbereitung des Arbeitsplatzes). Ich mache Eis, mixe Dressings, wasche Salat, backe Kuchen, koche Chutneys, schneide Tatar,.. Um viertel nach fünf isst das ganze Team zusammen. Danach baut jeder seinen Posten auf. Um 18:00 kommen die ersten Gäste. Die Bons flattern rein und werden annonciert. Ist das Restaurant voll belegt, können schnell sieben, acht Bestellungen auf einmal kommen. Durch die Küche kann man sich nur noch mit einem lautem ,,Achtung" bewegen, sonst rennt man ineinander. Überall dampft und zischt es, Töpfe klappern, Türen und Schubladen werden auf und zu geknallt. Zwischendurch hört man immer wieder Absprachen: ,,Wir können in fünf Minuten schicken.",,Ich lege den Seeteufel ein.", ,,Die Vorspeisen sind raus.".Da zählt vor allem das Timing und ein gutes Mise en Place. Nichts darf aus gehen, sonst ist man schnell mal, wie es gerne gesagt wird: ,,in der Scheiße". Ist der letzte Gast versorgt, wird alles wieder aufgeräumt, der neue To-Do Zettel geschrieben, die Küche von oben bis unten geschrubbt und der Müll rausgebracht. Danach setzt sich das Küchenteam noch einmal zusammen und bespricht den nächsten Tag. 

Bisher bin ich sehr zufrieden. Natürlich sind sowohl die Arbeitszeiten, als auch längere Tage eine Umstellung. Besprechen wir jedoch neue Sachen und kreieren Gerichte, ist der Stress vergessen. Die Küche ist einfach unglaublich kreativ. Man hat nie ausgelernt. Und das ist es, was mir so Spaß macht und mich immer wieder fasziniert.

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Seychellen

Tropische Verführung

Zwei Monate war ich auf der Insel Mahe, die Hauptinsel der Seychellen. Die Seychellen sind ein Inselkomplex im indischen Ozean nördlich Afrikas aus 115 Inseln bestehend. Mahe ist die Hauptinsel des Inselstaats. Dort war ich in Form eines Umweltschutzprojekts. Wir sind täglich tauchen gegangen und haben Daten über Korallen- und Fischbestände gesammelt. Das Ganze ging an die örtliche Behörde, um die Überfischung und allgemeine Lage der Unterwasserwelt zu kontrollieren. 

 

typisches BBQ am Strand
typisches BBQ am Strand

Die Einwohner sind auf den Fisch angewiesen. Fleisch und viele andere Lebensmittel kommen von weit her und sind sehr teuer. Milchprodukte kennen die Einwohner nur in Pulverform, gekocht wird mit frisch gemachter Kokosmilch und Kokosöl. Überall wachsen Mangobäume. Zimtbäume gibt es an jeder Ecke. Ich bin in einem Paradies aus exotischen Früchten gelandet: Guaven, Ananas, Papayas, Bananen... Und gerade, weil alles Importierte so teuer ist leben die Leute von der unmittelbaren Natur. Gemüse wird angebaut, Fisch gefangen, Früchte gepflückt. 

Mango
Mango

Es gibt unterschiedliche Mangoarten. Diese hier ist etwa faustgroß, hat ein leuchtend orangenes Fruchtfleisch und ist super süß und saftig. Neben ihr gibt es noch eine gelbe Art, die dreifach so groß ist. Ihr Fruchtfleisch ist eher säuerlich und fest. Mit ihr kann man herzhafte Salate machen.

Sternfrucht
Sternfrucht
Bread fruit
Bread fruit
Wo ist das Brot fragt man sich. Bis auf geschmackloses Weißbrot gibt es nicht viel. Dafür eine große runde Frucht, die sich Bread fruit nennt und ein weißes Fruchtfleisch hat. Sie wächst an Bäumen und schmeckt gekocht wie Kartoffel nur etwas süßlicher. Aus ihr werden Stampf und knusprige Chips gemacht. Oder sie wird einfach pur gegessen. 

Für die Zubereitung der Kokosmilch haben die Einheimischen ein spezielles Werkzeug, das an der Vorderseite eines Hockers angebracht ist. Das Fruchtfleisch schabt man daran ab. Die Flocken übergießt man mit heißem Wasser und lässt sie ziehen. Das ganze wird durch ein Tuch passiert und fertig ist die Milch. 

frisch gepflückte Kokosnuss
frisch gepflückte Kokosnuss

Kocht man die frische Kokosmilch mit Ananas, Bananen, Zucker, Zimt und Vanille entsteht ein süßlicher Brei/Pudding. Ein sehr leckeres Dessert.

Natürlich hat einem nach einer Weile das ein oder andere etwas gefehlt, was die Ernährung betrifft. Jedoch finde ich es unglaublich faszinierend sich so unmittelbar von der Natur zu ernähren. Keine andere Ernährung ist so gesund. Industrielle Zucker und zugesetzte Fette fallen komplett weg. Außerdem sind frisch gepflückte Früchte deutlich reicher an Vitaminen.

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Sweet tooth

Walnuss-Schokoladen Brownies

Schokolade und Nüsse vereint in mehr Schokolade zu einer kleinen Sünde, die einen kurze Zeit alle Sorgen vergessen lässt..

Das Geheimnis an Brownies? -zum einen die Nüsse. Diese sollten vorher geröstet werden. Dadurch entfalten sie ihre Aromen und schmecken intensiver.

Aber was noch viel wichtiger ist: die Schokolade. Mein absoluter zugegebenermaßen nicht ganz preiswerte Favorit ist die Schokolade von Original Beans. Hat man diese einmal gekostet, besteht Suchtgefahr. Kakao-Bohnen sind teuer; genauso ist es Kakaobutter. Deswegen streckt die Großindustrie ihre Produkte mit Zucker und Fremdfetten. Und damit nicht genug auch die Ernte der unausweichlichen Zutat für Schokolade muss möglichst billig sein. Die Folgen sind Kinderarbeit und Ausbeutung der Kleinbauern.

Original Beans ist das komplette Gegenteil. Vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zum Endprodukt setzt dieses Unternehmen voll und ganz auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Mit jeder Tafel, die man kauft, wird ein Baum gerettet, da Original Beans neue Kakaobäume pflanzt. Die Kleinbauern werden unterstützt und sechsfach so hoch wie herkömmlich bezahlt. Das geht deutlich über "fairtrade" hinaus. Die Schokolade ist frei von Fremdfetten, also lediglich aus der Bohne gemacht. Handelt es sich bei der Sorte um Milchschokolade, wird die Milch von kleinen Bauernhöfen aus der Schweiz bezogen. Als würde das nicht genügen, ist die Verpackung komplett biologisch abbaubar. Original Beans macht keine halben Sachen und das ist es auch, was ich extrem überzeugend finde. 


Rezept:

  • 1/2 TL Zimt
  • 30 gr Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 75 gr Mehl
  • 200 gr Zartbitterschokolade
  • 150 gr Walnüssen (oder Mandeln,Pecannüsse)
  • 150 ml pflanzliches Öl
  • 3 Eier
  • 150 gr Zucker
  • 1 Prise Salz

 

Zubereitung:

-Ofen auf Ober-/Unterhitze 180 Grad vorheizen, rechteckige Auflaufform einfetten

-Backpulver, Mehl, Zimt, Kakaopulver mischen

-75 gr Schokolade und 100 gr Nüsse hacken

-restliche Schokolade im Wasserbad schmelzen, vom Herd nehmen und das Öl unterrühren

-Eier, Zucker, Salz cremig rühren (5min)

-erst die abgekühlte Schoko-Öl-Mischung, dann die Mehlmischung nach und nach unterrühren

-zum Schluss die gehackte Schokolade und die Nüsse unterheben

-das Ganze in die gefettete Form füllen und die restlichen Nüsse drüber geben

-25-30 min backen- umso früher man die Brownies rausnimmt, umso klitschiger sind sie von innen

 

 

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Veganer Kuchen

Blueberry Crumble

Ich habe bereits ein paar Rezepte für vegane Kuchen ausprobiert. Die meisten bestanden jedoch nur aus Nüssen und Trockenfrüchten. Da war bereits ein winziges Stück so sättigend als hätte man den ganzen Kuchen verdrückt. Die Variante hat mich also nicht wirklich überzeugt. Zudem ich meinen Kuchen nicht aus dem Eisfach sondern aus einem heißen Ofen holen will, sodass der Duft das ganze Haus erfüllt. 

Ich bin ein totaler Fan von Apple Crumble: leicht säuerliche Äpfel mit süßen, knusprigen Streuseln bedeckt- ein Gedicht. Die vegane Variante ist ziemlich einfach, da man für einen Crumble kein Ei braucht, sondern nur Fett. Da eignet sich Kokosöl hervorragend und erzeugt eine weiche, nussige Note. Bei dem Rezept kann mit den Früchten variiert werden. Äpfel oder Birnen sollten vorher in dünne Scheiben geschnitten werden. Probiert es einfach aus.


Rezept

Zutaten:

  • 300 gr Blaubeeren
  • 1 TL Ahornsirup
  • 120 gr Mandelmehl (kleingeschrotete Mandeln)
  • 75 gr Haferflocken
  • 90 gr Ahornsirup
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 5 EL Kokosöl
  • 2 EL Walnüsse

Anleitung:

- Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen

-Die Blaubeeren mit dem TL Ahornsirup mischen und zur Seite stellen

- Alle restlichen Zutaten (außer Kokosöl und Walnüsse) mischen

- Das Öl schmelzen und mit den Fingern in den Teig einarbeiten, sodass die typischen Crumble entstehen, den Teig nicht kneten!

- 1/2 Tasse vom Teig zur Seite stellen

- Den Teig auf dem Boden einer gefetteten Springform verteilen und andrücken

- Die Blaubeeren darauf verteilen und die restlichen Crumble und die Wallnüsse  darüber streuen

- 40 min backen

- Am Ende mit etwas Kokosblütenzucker bestreuen 

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Die kleine Sünde

Erdnuss-Schokoladen Schnitte

Auf diese kleine Sünde bin ich bereits vor einiger Zeit gestoßen: süß-knusprig, abgerundet durch herbe Schokolade und einem Hauch Meersalz. Bei uns überleben sie keine zwei Tage. 


Rezept

Zutaten:

  • 320 gr crunchy Erdnussbutter
  • 100 gr Kokosöl
  • 100 gr Cornflakes
  • 80 gr Zucker
  • 200 gr 70-80 % Schokolade (am besten ohne Fremdfette)
  • 1 TL Kokosöl
  • 1 Prise Meersalz

Anleitung:

- das Kokosöl schmelzen und mit der Erdnussbutter, den Cornflakes und dem Zucker vermischen

- alles in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform geben und 1h kaltstellen

- die Schokolade mit dem Löffel Kokosöl im Wasserbad schmelzen und auf die gekühlte Erdnussmasse geben

- mit Salz bestreuen

- das Ganze 6h kaltstellen

- in Riegel oder Vierecke schneiden und im Kühlschrank aufbewahren

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Breakfast Heaven

Coconut-Chia Porridge

Dazu gibt es nicht viel zu sagen außer: LECKER und unkompliziert. Probiert es aus.


Rezept

1 Portion

Zutaten:

  • 1 EL Chia-Samen
  • 6 El Kokosnussmilch
  • 50 gr Haferflocken
  • 200 ml Wasser
  • 3 EL Kokosnussmilch
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL Kokosöl
  • 1 TL Mandelmus
  • opt. Agavendicksaft o. Ahornsirup zum Süßen
  • 1 Apfel
  • 1 EL Kokosraspeln

Anleitung:

- Chia-Samen und Kokosmilch über Nacht im Kühlschrank quellen lassen

- Haferflocken, Wasser und Kokosmilch in einem Topf kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen

- Zimt, Mus und Kokosöl unterrühren

- nach Belieben süßen

- den Apfel achteln und ich dünne Scheiben Schneiden

- im Wechsel Porridge, Apfel und Pudding schichten

- mit Kokosraspeln garnieren

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Ein Tag auf dem Bauernhof Claßen

Eine ganz besondere Weihnachtsgans

Woher kommt die Weihnachtsgans?

Für einige ist es vielleicht noch etwas früh über so etwas nachzudenken. Es ist schließlich erst Ende August. Doch die Weihnachtsgänse werden bereits jetzt fleißig gefüttert, damit zu Weihnachten ein ordentlicher Braten auf dem Festtisch landet. Dazu gibt es Rotkohl, Knödel oder Kartoffeln und eine deftige Bratensauce. Wer denkt da noch darüber nach, wo und wie die Gänse gezüchtet werden?

Zugegeben, ich habe mir darüber keine sonderlich großen Gedanken gemacht. Schlichtweg bin ich davon ausgegangen, dass Massentierhaltung bei uns ein Tabu ist. Aber über die wirkliche Herkunft war ich mir nicht im Klarem. Umso beeindruckender war es den Betrieb zu besuchen, aus dem wir seid über zehn Jahren bereits unsere Weihnachtsgänse für Laden und Restaurant beziehen. Hat man die Haltung und Aufzucht der Tiere mit eigenen Augen gesehen, bekommt man eine weit größere Ahnung von dem Aufwand und der Kosten, die ein Hof betreiben muss, um artgerecht Tiere zu halten. Erst dann kann man den Preis nachvollziehen und vor allem die Qualität wertschätzen.

 

Bauer Claßens Gänse

Begonnen hat alles mit einem Hobby. Als Herr Claßen anfing Gänse zu halten, verdiente er sein Geld durch den Maschinenbau. Doch die Vögel wurden zur Leidenschaft und somit entwickelte sich 1991 in der kleinen Gemeinde Bakum im Oldenburger Münsterland eine Gänsefarm.

Auf 16 Hektar Land tummeln sie sich im schützenden Maisfeld und knabbern die Pflanzen bis auf die Stumpen ab. Am Ende des Jahres, so Herr Claßen, sei von dem Süßgras nichts mehr übrig. 

Also hieß es für uns Schutzanzüge an und ab ins Labyrinth Gänse suchen.

Vom Mais allein werden die Gänse jedoch nicht satt und bekommen bei schlechtem Wetter nicht genügend Schutz. Dieser wird durch die Ställe geboten, welche durchgehend offen sind und durch die Bepflanzung der Dächer ein besonderes Klima im Inneren erzeugen. In der Tat war die Luft angenehm frisch, fern jeglicher Anzeichen, das hier ein paar hundert Gänse hausen.

Das Futter baut Bauer Claßen selbst an. Es ist frei von Antibiotika und Zusatzstoffen. Stattdessen wird Hopfen ergänzt, da dieser desinfizierend und beruhigend auf die Tiere wirkt.

Durch den engen Kontakt von klein auf sind die Gänse auf die Stimme von Herrn Claßen geprägt. Was dazu führte, dass bei unserem Rundgang alle auf einmal in den Stall gewatschelt kamen. 

Da die Tiere genügend Zeit zum Auswachsen bekommen, sind sie zum Ende hin in der Lage zu fliegen. Ob die Zugvögel vor Wintereinbruch wegfliegen?- Warum sollten sie?

Selten habe ich so entspannte und zufriedene Tiere gesehen.

Von Anfang bis Ende: Auch die Zucht geschieht auf dem Hof in ebenso offenen Stallungen umgeben vom Mais. 

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Conclusion of one week beeing vegan

more than a week?

Warum eigentlich vegan?

Ja, warum denn eigentlich? 

In Joghurt sind wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalzium, Eiweiß, und Milchsäurebakterien. Rind enthält eine Menge überlebenswichtiges Eisen. Warum auf diese Dinge verzichten?

Diät, Umweltbewusstsein, Unverträglichkeit oder einfach nur Trend, es gibt verschiedenste Gründe.  

Da die meisten Menschen zu viele tierische Fette wie z.B. Wurst, Käse, Mayonnaise oder Butter zu sich nehmen, ist es durchaus nachvollziehbar, dass diese durch den Veganismus abnehmen. Das Brötchen kann nicht mehr dick mit Remoulade bestrichen, die Pizza nicht mehr mit Käse überbacken werden. Auch Schokoriegel oder Chips fallen weg. Will man etwas Süßes essen, muss man es oft erst selbst zubereiten oder man greift auf Nüsse, Obst oder Trockenfrüchte zurück. Und das ist deutlich gesünder. Generell setzt man sich unabhängig vom Veganismus oft intensiver mit seiner Ernährung auseinander. 

Nicht nur das Töten und Quälen der Tiere (lange Transportwege, enge Käfige, etc.), sondern auch die Fütterung ist oft Grund der veganen Ernährung. Aufgrund des hohen Proteingehalts und der günstigen Produktion ist Soja die beliebteste Futterquelle in der Viehzucht. Rund 80% wird aus anderen Ländern wie z.B. Brasilien importiert. Für die zunehmende Nachfrage werden ganze Regenwälder für Sojaplantagen abgeholzt. Für die Rodung, den Anbau und den Import wird unglaublich viel Energie verbraucht. In puncto Eier- und Milchproduktion sterben für die Zucht bereits Tiere. Hähne legen nun einmal keine Eier. Außerdem wird eine Milchkuh oft nach bereits zwei Jahren getötet, da ihr Ertrag dann nicht groß genug ist. 

Viele Menschen leiden heutzutage an Unverträglichkeiten. Das liegt häufig gar nicht mal an einer Fehlbildung im Verdauungstrakt, sondern an einer falschen Ernährung und Stress im Alltag. Beschäftigt man sich mehr mit seinem Essen und isst dadurch ausgewogener, hilft das bereits der Mehrheit. Außerdem fallen tierische Eiweiße, Fette und Laktose weg, die von der Vielzahl nicht vertragen werden. Vegane Rezepte sind des Öfteren gluten-frei. Die verbreitetsten Unverträglichkeiten, außer der Fructose-Intoleranz, werden somit ausgeschlossen. 

Ein Trend ist der Veganismus natürlich. #vegan und alle fahren drauf ab. Man grenzt sich von den anderen ab und entwickelt einen eigenen Lifestyle. Der Veganismus wird zum Hobby: Rezepte bloggen, Bilder posten, Bewunderer sammeln. Außerdem ist ein gewisser Aufwand mit der Ernährung verbunden. Man fährt extra in den Bioladen, muss anders kochen oder vegane Restaurants aufsuchen. Die Anzahl an Fertiggerichten auf dem Markt ist sehr begrenzt. Es kann also nicht jeder vegan sein, sei es aus zu wenig Zeit oder zuviel Aufwand. Dem sei hinzugefügt, dass es nicht mehr aufwendig ist, hat man sich einmal mit dem Thema intensiv befasst. Wenn jedoch die Zeit gekommen ist, wo man nicht mehr selber kochen muss und überall vegane Produkte zu finden sind, ist wahrscheinlich ein neuer Trend entstanden und die Veganer unterscheiden sich nicht mehr groß in ihrer Anzahl von den Vegetariern.

Wie gesund ist die vegane Ernährung?

Die meisten Menschen reagieren doch wirklich schockiert, wenn man sagt, man sei vegan. Das kann doch nicht gesund sein. Das ist doch krank. Egal, ob vegan, vegetarisch, oder nicht-vegan, es kommt bei der Gesundheit vor allem auf die Ausgewogenheit der Ernährung an. Esse ich als Veganer nur Weißbrot, Pommes und Nudeln ist das natürlich nicht gesund. Esse ich als nicht-Veganer nur Burger, Wurst und Käse, ist das genauso ungesund. 

Die vegane Ernährung bietet ein weites Spektrum an Hülsenfrüchten, Ölen, Getreide, Gemüse, Obst, Nüssen, Samen, usw. in allen möglichen Variationen. Die Vielfalt der veganen Küche hat auch mich überrascht. Somit ist die Aufnahme von Vitaminen, Fetten, Eiweiße, Mineralstoffen, Zucker und Kohlenhydraten mit der veganen Ernährung kein Problem. Vitamin B12, welches nur in Fleisch- und Milchprodukten vorkommt, ist genauso wie Kalzium in den pflanzlichen Milchsorten und Joghurts ergänzt.  

Vielmehr ist der Veganismus durch den Verzicht auf die tierischen Fette, da dessen Konsum bei den meisten Menschen oft zu hoch ist, sehr gesund. An dessen Stelle treten Nüsse, Hülsenfrüchte und Gemüse. Nüsse beinhalten einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Diese sind überlebenswichtig, da der Körper sie im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren nicht selber produzieren kann. Gesättigte Fettsäuren lassen bei zu hohem Verzehr den Cholesterinspiegel ansteigen, verstopfen die Arterien und führen zur Fettleibigkeit. Ungesättigte Fettsäuren machen lange satt, liefern wertvolle Nährstoffe und Energie. Sie sind außerdem entzündungshemmend und stoffwechselanregend. Hülsenfrüchte sind reich an Proteinen. Gemüse ist kalorienarm und hat viele Vitamine.  

Und dennoch muss man nicht vegan werden, um gesund zu leben, genauso wenig muss man zwanghaft Fleisch essen. Massentierhaltung, Genmanipulation, künstliche Zusatzstoffe/ Aromen, das sind Faktoren, die die Gesundheit gefährden, nicht der Verzicht auf Fleisch oder der Verzehr von Fleisch. Tierische Fette sind bereits seid Ewigkeiten in Diskussion. Der wahre Weg zur gesunden Ernährung ist jedoch nicht das Tabu bestimmter Nahrungsmittel, sondern die Ausgewogenheit und wie die Herkunft der Nahrung. Auch in ökologischer Sicht gibt es Bauern, die humaner mit den Tieren umgehen und ihr Futter nicht aus Brasilien beziehen, sondern selbst anbauen. Ein Veganer kann genauso gut Soja essen, der nicht biologisch angebaut wird und bei dessen Herstellung der Lebensaraum vieler Tiere zerstört wird, wie ein Fleischesser Fleisch aus billiger Massentierhaltung essen kann. Wichtig ist außerdem auf seinen Körper zu hören. Jeder Mensch ist verschieden und reagiert anders auf bestimmte Dinge. Der eine fühlt sich als Veganer wohl, der andere als Fleischesser. Gerade deswegen sollte auch keiner aufgrund seiner Ernährung verurteilt werden. Es stellt sich also nicht die Frage wie gesund der Veganismus ist, sondern wie gesund man selber ist.

 

Mein Fazit

Generell kann ich sagen, dass ich positiv überrascht wurde: kein größerer Zeitaufwand und viele tolle Rezepte. Die Woche war alles andere, als eine Herausforderung. Zu meiner Verwunderung habe ich nichts vermisst, obwohl ich zu Beginn wirklich Bedenken hatte immer das Gleiche essen zu müssen. Dem war überhaupt nicht so. Die vegane Küche bietet eine erstaunliche Vielfalt. 

Also dauerhaft vegan sein? 

Möglich ist es durchaus. Ich fühle mich fit, ausgewogen und keinerlei Mängeln ausgesetzt. Ich finde aber, dass so eine Ernährung kein Zwang werden sollte. Auswärts essen gehen oder eingeladen sein, wären zudem ein Problem für mich. Streng vegan zu leben stünde demnach nicht zur Auswahl. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen noch länger vegan zu kochen, Inspirationen zu sammeln und dabei ab und zu eine Ausnahme zu machen.   

Es war auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung und hat einem viel bewusster gemacht, wie man sich ernährt. 

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Eine Schale voll Energie

Die Smoothie-Bowl

Zu Beginn haben mich Smoothie-Bowls leicht abgeschreckt, als ich auf Instagram verfolgte, was für Unmengen an Früchten viele in so eine Bowl packen: vier oder fünf Bananen, Beeren, Mango,etc. und gefühlt die gleiche Menge noch einmal fürs Topping. Zum einen wundere ich mich, wie man diese riesige Bowl überhaupt schaffen soll, zum anderen wie Menschen mit empfindlicheren Mägen die Menge an Früchten vertragen. Natürlich ist Obst wegen seiner Reichhaltigkeit an Vitaminen gesund, aber es enthält auch viel Zucker. Man sollte also nicht zu viel davon essen. Wahrscheinlich ist das Ganze doch eher für das Bild gemacht, als für den Bauch. 

 

 

Aber es geht auch anders. Eine Banane und eine Hand voll Früchte reichen voll und ganz. Und den Hype kann ich durchaus nachvollziehen, da diese Bowls echt lecker sind. Zudem liegt nichts schwer im Magen, man wird  aber gut durch die Samen gesättigt. Und das Wichtigste: sie ist sehr gesund. 


Rezept

für eine Portion

Zutaten: 

  • 1 Banane
  • 1 Hand voll Früchte    
  • 1 Esslöffel pflanzl. Joghurt
  • 1-2 Esslöffel pflanzl. Milch
  • Kokosraspeln
  • Chiasamen
  • Leinsamen (geschrotet)
  • Walnüsse
  • opt. Früchte zum verzieren

Anleitung:

- 3/4 der Banane mit den Früchten, Joghurt und der Milch im Mixer mixen

- nach Belieben mit Kokosraspeln, Chiasamen, Leinsamen, Wallnüssen und dem Rest der Banane verzieren

Tipp:

Tiefgefrorene Früchte eignen sich gut für den Smoothie. Wurden diese frischgeerntet sofort eingefroren, enthalten sie sogar mehr Vitamine als frische Früchte, da diese durch das Einfrieren nicht entweichen können. Mein Favorit sind Himbeeren und Kokosmilch, sowie Joghurt. Beim Topping kann man bei der Menge stets nach Hunger variieren.

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One week vegan 2

Die Woche geht weiter

Donnerstag. Wie man sieht habe ich mit der Smoothie Bowl meine ganze Familie angesteckt. Mein Vater trinkt seinen Café jetzt mit Sojamilch. Ich bin gespannt, wie lange er das durchhält.

Mal abgesehen von dem morgendlichen Lärm, den unser Mixer fabriziert, könnte ich mich durchaus an die Smoothie Bowl gewöhnen: fruchtig, frisch, lange sättigend und sehr variabel. 


Das Mittagessen hat mich wieder einmal überrascht. Ich war wohl doch ziemlich voreingenommen, was die vegane Küche betrifft. Kohlrabi in Mandelsauce mit Dill, dazu Aubergine mit Knusper-Kruste. Der Kohlrabi war schnell zubereitet: blanchieren und etwas Kochwasser zurückbehalten, dann mit Mandelmus einköcheln lassen, würzen und fertig. Die Auberginen wurden einfach paniert.

Das Resultat war echt lecker. Vielmehr als von den Knusperauberginen war ich von dem Kohlrabi angetan. Der war richtig schön cremig und das nur mit Hilfe von Mandelmus. Mandelmus besteht übrigens einfach aus pürierten Mandeln, ohne Zucker oder anderen Zusätzen. Ich hätte nicht gedacht, dass sich Sahne so leicht und zudem viel gesünder ersetzten lässt. 

Freitag morgen gab es wieder eine Smoothie-Bowl. Diese werde ich definitiv auch nach der veganen Woche beibehalten.

Mittags hatte ich keine Zeit zum Kochen. Also sind wir zu Dean & Davids gegangen und haben dort ein veganes Sandwich, belegt mit Gemüse und fruchtigem Chutney, gegessen. Dazu gab es Salat mit gebratenen Austernpilzen. Dean & Davids legt viel Sorgfalt auf frische Produkte, es geht schnell und ist preiswert. Auf der Karte war das Sandwich jedoch das einzige vegane Gericht. Alles andere war entweder mit Käse oder Fleisch, was man natürlich einfach abbestellen kann. Dennoch hat mich das etwas stutzig gemacht, da ich dachte, dass gerade so ein Laden mehr vegane Gerichte anbieten würde. Man kann sich den Salat aber auch selbst zusammenstellen. Und trotzdem, ist man als Veganer außerorts essen, kommt man meistens nicht um die Fragerei herum.

Samstag hatten wir zum Mittagessen eine vegane Quiche mit Räuchertofu und Lauch. Dazu gab es einen knackigen Asiasalat mit Paprika, gebratenen Champignons und Sesam-Dressing. Zugegeben dieses Mal habe ich nicht selber gekocht. Beides war aus der Snack-Theke unseres Ladens. Die Quiche ist super cremig und durch den Lauch und den Räuchetofu sehr aromatisch. Sogar das Schälchen kann man mitessen, da es von pflanzlicher Basis ist. Also ein gelungenes Mittagessen. 

Am Sonntag waren wir auf der Betriebsfeier unseres Ladens. Da war es schon deutlich schwieriger sich vegan zu ernähren. Es gab Barbecue. Der einzige Salat ohne Sahne war Krautsalat und das Brot war mit Kräuterbutter bestrichen. Sein eigenes Essen mitzubringen ist natürlich total unangebracht und nach etwas anderem zu fragen wäre mir äußerst unangenehm gewesen, da sich mit der Essenszubereitung bereits viel Mühe gegeben wurde. Ich stehe also wieder dem bereits bekannten Problem gegenüber. Was tun, wenn man woanders eingeladen ist?

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One week vegan

Is it possible?

Als ich das erste mal vom Veganismus gehört habe, reagierte ich total entgeistert. Was soll man denn da noch essen? Gemüse mit trockenen Nudeln?! Für mich war diese Form der Ernährung unvorstellbar. Nun das war vor fünf Jahren. In diesem Zeitraum hat sich einiges getan. Es ist lange nicht mehr so schwierig Milch oder Joghurt auf pflanzlicher Basis zu kaufen oder ein veganes Gericht im Restaurant auf der Speisekarte zu finden. Vegane Ernährung ist zum Lifestyle geworden. Unverträglichkeiten, Diät, Tierschutz, es gibt viele Gründe. Also fing ich an Rezepte auszuprobieren und war überrascht wie einfach es ist sich ganz ohne tierische Produkte zu ernähren. Ich wollte die Sache auf die Probe stellen: eine Woche lang vegan essen. 


Montag begann ich den Tag mit einer Smoothie Bowl aus Banane, Himbeeren und Kokosmilch. Das Ganze wird mit Leinsamen, Kokosraspeln, Chiasamen und Wallnüssen verfeinert. Dazu eine Tasse Tee und das vegane Frühstück ohne Milch und Joghurt war gezaubert. Total lecker kann ich nur sagen.

 

Zum Mittagessen machte ich im Ofen gebackene Falafel, dazu ein knackiger Salat mit Roter Beete und Granatapfeldressing. Ja an den veganen Lifestyle könnte ich mich gewöhnen. 

Da meine Mutter Dienstag Geburtstag hatte, habe ich ihr einen veganen Kuchen gebacken. Blueberry Crumble Pie mit Walnuss-Kokos Streusel. Selbst mein Vater, der bei veganen Dingen immer etwas skeptisch ist, fand den Kuchen sehr lecker. 

Dienstag machte ich mittags eine vegane Bolognese (Rezept von Attila Hildmann->genial) mit Tofu, dazu Romanesco und als Topping gehackte, gesalzene Macadamianüsse. Leider hat der Hunger überwogen, sodass kein Bild mehr zustande gekommen ist.

 

Abends sind wir essen gegangen. Nun kommen wir zu dem bis jetzt einzigen Teil, den ich am Veganismus nicht leiden kann. Diese blöde Fragerei: Ist der Salat vegan? Ist das Dressing vegan? Ist das Brot vegan? Ja sogar Wein kann nicht vegan sein. Man muss an eine Menge denken. Die Pinienkerne könnten in Butter geröstet sein usw.. 

Außerdem was ist, wenn man eingeladen wird? Man kann doch keinem seiner Freunde zumuten extra noch ein veganes Gericht zu kochen. Natürlich gibt es auch dafür Lösungen, aber es macht die Sache komplizierter.

Mittwoch gab es zum Frühstück wieder eine gute Smoothie Bowl. Dieses Mal konnte ich auch meinen Vater zu einer überzeugen und er fand es schmackhaft. 

 

Zum Mittagessen haben wir uns dann an Spaghetti mit Räuchertofu in Sojasahnesauce gewagt, also vegane Carbonara, wenn man es so nennen will. Ich bin eher abgeneigt davon vor alle Speisen ein "vegan" zu setzen. Vegane Wurst ist nunmal keine Wurst. Die Tofusahnesauce war auf jeden Fall zu meiner großen Überraschung ein Genuss. Den Unterschied zur normalen Sahne schmeckt man überhaupt nicht, wobei Sojasahne nur die Hälfte an Kalorien hat. Der Tofu gibt eine leicht rauchige Note, gehackte Petersilie und Schnittlauch runden das Ganze ab. Da ich generell kein großer Fleischesser bin, war der Räuchertofu für mich eine willkommene Abwechslung. Als Beilage gab es dazu im Ofen gerösteten, mit Limette,Agavendicksaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer gewürzten Fenchel. Go vegan sage ich da nur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwar bin ich keine Fleischpflanze dafür aber ein umso größerer Fan von Käse. Überbackener Ziegenkäse, Parmesansplitter auf Rucola.. mehr muss ich dazu nicht sagen. Die Vorstellung vom veganen Käse hat mich an diese gruseligen, künstlichen Produkte denken lassen wie vegane Salami, die man zurzeit im Tiefkühlregal findet.

Da kann doch nichts Natürliches, geschweige denn Gesundes dran sein? 

 

Diese Woche wollte ich dennoch unvoreingenommen angehen und fand im Netz ein Rezept für "veganen Käse". Man legt Mandeln in Wasser ein, püriert und würzt das Ganze und backt es dann. Lecker!! Schmeckt sogar ähnlich wie Ricotta. Als Topping für diverse Dinge geeignet, aber auch pur genial und auf diese Machart gar nicht künstlich. Ich würde es zwar nicht Käse nennen, aber überzeugt hat es mich voll und ganz.

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Über mich

Seid klein auf habe ich durch den Feinkostladen und das Restaurant meiner Eltern viel mit Essen zutun. Auf diese Weise bin ich früh in Kontakt mit der unglaublichen Vielfalt der Ernährung gekommen. Essen verbindet, ist gesellig, manchmal auch tröstend, macht glücklich und ist vor allem überlebenswichtig. Ich koche und backe für mein Leben gerne. Vor allem habe ich Spaß am Ausprobieren neuer Foodtrends wie vegan, paleo-diet, low-carb, etc.. Die Offenheit gegenüber neuer Trends ist im Beruf meiner Eltern sehr wichtig und ich finde es faszinierend, wie sich der Markt im Bereich Food ständig wandelt und verändert. Hätte vor zehn Jahren jemand damit gerechnet, dass man vegane Pizza im Tiefkühlregal eines Supermarktes findet?- Ich bezweifle es. Mich interessiert vor allem, ob es wirklich funktioniert nach einem dieser Trends zu leben, wie gesund es ist und wie schwierig im Alltag. Ich lebe nach keinem speziellen Foodtrend. Mir geht es viel mehr um die Herkunft und die Reichhaltigkeit der Dinge, die ich esse. Ich bin kein Fan von Massentierhaltung, Geschmacksverstärkern, chemischen Zusatzstoffen, usw., also allen Dingen denen unsere heutige, industrialisierte Gesellschaft ausgesetzt ist. Fettleibigkeit und Krankheit ist die Folge. Es ist wichtig zu wissen, was man seinem Körper anvertraut und wo es herkommt. Nicht nur das Produkt ist entscheidend, sondern auch der Weg dahin.