One week vegan 2

Die Woche geht weiter

Donnerstag. Wie man sieht habe ich mit der Smoothie Bowl meine ganze Familie angesteckt. Mein Vater trinkt seinen Café jetzt mit Sojamilch. Ich bin gespannt, wie lange er das durchhält.

Mal abgesehen von dem morgendlichen Lärm, den unser Mixer fabriziert, könnte ich mich durchaus an die Smoothie Bowl gewöhnen: fruchtig, frisch, lange sättigend und sehr variabel. 


Das Mittagessen hat mich wieder einmal überrascht. Ich war wohl doch ziemlich voreingenommen, was die vegane Küche betrifft. Kohlrabi in Mandelsauce mit Dill, dazu Aubergine mit Knusper-Kruste. Der Kohlrabi war schnell zubereitet: blanchieren und etwas Kochwasser zurückbehalten, dann mit Mandelmus einköcheln lassen, würzen und fertig. Die Auberginen wurden einfach paniert.

Das Resultat war echt lecker. Vielmehr als von den Knusperauberginen war ich von dem Kohlrabi angetan. Der war richtig schön cremig und das nur mit Hilfe von Mandelmus. Mandelmus besteht übrigens einfach aus pürierten Mandeln, ohne Zucker oder anderen Zusätzen. Ich hätte nicht gedacht, dass sich Sahne so leicht und zudem viel gesünder ersetzten lässt. 

Freitag morgen gab es wieder eine Smoothie-Bowl. Diese werde ich definitiv auch nach der veganen Woche beibehalten.

Mittags hatte ich keine Zeit zum Kochen. Also sind wir zu Dean & Davids gegangen und haben dort ein veganes Sandwich, belegt mit Gemüse und fruchtigem Chutney, gegessen. Dazu gab es Salat mit gebratenen Austernpilzen. Dean & Davids legt viel Sorgfalt auf frische Produkte, es geht schnell und ist preiswert. Auf der Karte war das Sandwich jedoch das einzige vegane Gericht. Alles andere war entweder mit Käse oder Fleisch, was man natürlich einfach abbestellen kann. Dennoch hat mich das etwas stutzig gemacht, da ich dachte, dass gerade so ein Laden mehr vegane Gerichte anbieten würde. Man kann sich den Salat aber auch selbst zusammenstellen. Und trotzdem, ist man als Veganer außerorts essen, kommt man meistens nicht um die Fragerei herum.

Samstag hatten wir zum Mittagessen eine vegane Quiche mit Räuchertofu und Lauch. Dazu gab es einen knackigen Asiasalat mit Paprika, gebratenen Champignons und Sesam-Dressing. Zugegeben dieses Mal habe ich nicht selber gekocht. Beides war aus der Snack-Theke unseres Ladens. Die Quiche ist super cremig und durch den Lauch und den Räuchetofu sehr aromatisch. Sogar das Schälchen kann man mitessen, da es von pflanzlicher Basis ist. Also ein gelungenes Mittagessen. 

Am Sonntag waren wir auf der Betriebsfeier unseres Ladens. Da war es schon deutlich schwieriger sich vegan zu ernähren. Es gab Barbecue. Der einzige Salat ohne Sahne war Krautsalat und das Brot war mit Kräuterbutter bestrichen. Sein eigenes Essen mitzubringen ist natürlich total unangebracht und nach etwas anderem zu fragen wäre mir äußerst unangenehm gewesen, da sich mit der Essenszubereitung bereits viel Mühe gegeben wurde. Ich stehe also wieder dem bereits bekannten Problem gegenüber. Was tun, wenn man woanders eingeladen ist?

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