Die Heilsarmee Bielefeld

Obdachlos zu Zeiten Coronas

Die Obdachlosen trifft die Corona-Krise besonders hart. Die Stadt ist leer, die Tafeln und andere Organisation haben wegen der jetzigen Lage geschlossen.

Die Soldaten der Heilsarmee sind gerade die einzigen, die den Bedürftigen noch mit einer warmen Mahlzeit helfen. Und sie sind nur noch zu zweit, nachdem die Ämter Hilfskräfte abgezogen haben.

Michael Geymeier kocht jeden Tag Suppe für die Obdachlosen. Anschließend verteilt er sie mit seinem Bulli in ganz Bielefeld. Die Menschen sind derart ausgehungert, so Herr Geymeier, dass sie sich gleich drei Portionen auf einmal nehmen.

Außerdem gibt Michael Geymeier den Menschen Desinfektionsmittel und Schutzmasken. Gerade für sie stellen die fehlenden Hygiene eine Gefahr dar. Deswegen gelten an Herrn Geymeiers Bulli folgende Regeln: Erst die Hände desinfizieren, dann die Mahlzeit abholen und den anderen nicht zu nahe kommen. „Die Menschen wissen genau, dass ich weiterfahren muss, wenn sie sich nicht an meine Vorschriften halten“, sagt Geymeier. „Ansonsten darf auch ich kein Essen mehr verteilen.“

Derzeit geht man von rund 150-200 Obdachlosen in Bielefeld aus. Wegen der momentanen Flüchtlingssituation sind es aber wahrscheinlich noch mehr.

Klötzer Delikatessen kocht einmal die Woche für die Heilsarmee 100 Portionen heiße Suppe, die Herr Geymeier anschließend verteilen kann. Diese Woche gibt es Steckrübeneintopf.

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